AgroSherpa
In Kalditsch, oberhalb von Montan, baut Andreas Tschöll den elektrischen Handwagen Agro Sherpa. Der extrem kleine Handwagen besteht aus zwei Achsen und einem Rahmenbau. An der Hinterachse befinden sich zwei Zwillingsräder, die eng zueinander montiert sind und innerhalb der Traktorspur in der Fahrgasse verlaufen. Die Vorderachse ist mit zwei ebenfalls
elektrisch lenkbaren Rädern ausgestattet. Angetrieben wird die Hinterachse durch einen 600 Watt starken Motor, der den Wagen bis zu 3 km/h beschleunigt.
Zwei Starter- oder Traktionsbatterien dienen als Kraftquelle. Die gesamte Technik befindet sich unterhalb der Plattform, die eine maximale Höhe von 32 cm aufweist. Die leere Großkiste wird auf die Plattform mit den Maßen von 74 x 114 cm gehievt. Durch ein einfaches, aber ausgeklügeltes Bolzensystem wird sie fixiert. Die Plattform ist leicht zu kippen und die Kiste einfach abzuladen. Ein Kommandokästchen samt Elektroleitung vereint die Funktionen des Agro Sherpa.
Es ist auch möglich, die Weiterfahrt sowie die Lenkung über eine Fernbedienung zu steuern (Aufpreis). Der gesamte Wagen ist 110 kg schwer, kann bis zu 350 kg tragen sowie Steigungen bis zu 18% überwinden. Im Weinbau ist er zudem bei den Laubarbeiten einzusetzen. Dabei wird auf der Plattform, an Stelle der Großkiste, ein Sitz montiert. Was den Agro Sherpa auszeichnet ist sicher die absolut gute Zugänglichkeit von allen vier Seiten, ohne von den Rädern oder Rahmenteilen gestört zu werden.
Autor: Walter Rass, Berater beim Südtiroler Beratungsring